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CharakterCards® Die intuitive Methode der Figurenentwicklung von Ingrid Werner

Sie wollen lebendige und einzigartige Figuren erschaffen, aber nicht die Hundertste Excel-Tabelle mit Details füttern? Ich biete Ihnen an, sich von Bildern verführen zu lassen, etwas mit den Händen zu gestalten und über die Überraschungen zu staunen, die aus Ihrem Unterbewussten auftauchen. Das alles passiert mit CharakterCards.

Ein paar wenige Regeln führen zum Erfolg.

 

Regel 1: Vergessen!

Das analytische Denken hat Pause, Sie lassen Ihre Intuition arbeiten. Deshalb lautet die erste Regel: Vergessen Sie alle (Schreib)Regeln! Vergessen Sie, was Sie sich bis jetzt ausgedacht haben! Vergessen Sie den Plot!

Stattdessen lassen Sie Bilder sprechen und hören ihnen zu. Sie als Schreibende zapfen oft nur den logisch-analytischen Bereich Ihres Gehirns an. Exzellente Ergebnisse erzielen Sie allerdings nur dann, wenn auch die kreative Hemisphäre mitarbeitet. Deshalb beziehen Sie bei CharakterCards die intuitiv arbeitende Gehirnhälfte, die in Bildern denkt, in Prozesse mit ein.

 

Regel 2: Nicht nachdenken!

Aus vielen Fotos suchen Sie sich diejenigen Bilder aus, die Sie gleichsam anspringen. Also bloß nicht groß nachdenken und abwägen! Diese Fotos vereinigen Sie nach einer bestimmten Reihenfolge zu einer Collage und kreieren für jede Figur eine eigene Karte.

 

Regel 3: Reden und Zuhören

Ohne die Besprechung der Collage hätten Sie eine kunstvoll gestaltete Karte, die Ihnen zwar Geheimnisse zuflüstert, Sie selbst könnten diese Geheimnisse aber leider nicht hören. Lassen Sie deshalb die Karte sprechen. Und das ist wörtlich zu verstehen.

Im Workshop setzt man sich zu zweit zusammen, die eine Teilnehmerin spricht, der andere protokolliert. Wenn Sie zu Hause allein arbeiten, können Sie die Diktierfunktion am Handy aktivieren.

Zuerst lassen Sie die Collage auf sich wirken. Sie versetzen sich in die Position der Figur auf der Karte und lassen diese Figur erzählen. Der Einfachheit halber können Sie sich an einem Fragebogen orientieren, der unter anderem das berühmt-berüchtigte Want und Need der Figur abfragt. Aber diese Fragen sind nur Anhaltspunkte. Durch die Besprechung werden Sie Dinge erfahren, die Sie vorher noch nicht wussten. Eigenschaften, Motive oder Hintergrundinformationen tauchen auf. Die Figur wird schillern, und Sie werden begierig darauf sein, mit ihr die literarische Reise zu beginnen.

 

Die CharakterCards-Karte ist fertig. Und dann?

 

Diese Methode setzt jede Menge Energie frei, und Sie werden all die Inspirationen in Text umzusetzen wollen.

 Am besten positionieren Sie die Karten rund um Ihren Arbeitsplatz und lassen sie weiter wirken. Mit diesen Karten können Sie auch plotten. Sie nehmen zwei Karten zur Hand und lassen sie wieder erzählen. Welchen Konflikt hat Figur A mit Figur B? Oder Sie betrachten die Vernetzung zwischen mehreren Figuren.

CharakterCards können Ihnen helfen, die Story der Agentur vorzustellen. Oder Sie zeigen sie Ihrem Publikum bei einer Lesung, das so neben dem gesprochenen Wort auch einen bildhaften Eindruck von den Personen bekommt.

 

Aber Vorsicht! Die Arbeit mit CharakterCards ist nicht nur überraschend und effektiv, sie kann auch süchtig machen.

 

Ingrid Werner ist Autorin, Lektorin und CharakterCardsCoach.

 CharakterCards als Buch: ISBN 978-3-7519-5547-8

 www.werner-ingrid.de

 

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